Traumatherapie
Was ist ein Trauma?
Wenn Sie an Trauma denken, erscheinen Ihnen möglicherweise unschöne Gedanken und Bilder. Jedoch kann eine Traumatisierung auch in scheinbar harmloseren Situationen stattfinden. Trauma umschreibt eine akut belastende Situation oder mehrere, aneinander sich reihende Vorfälle, die den Menschen überfordern und zu Stressreaktionen im autonomen Nervensystem führen. Der Körper schaltet auf Überlebensmodus- Flucht, Kampf oder Starre. Eine Belastungsstörung nach einem akuten Ereignis ist normal, dauert sie jedoch länger an, kann sie zur posttraumatischen Belastungsstörung werden. Daher ist die frühzeitige Behandlung wichtig. Findet keine geeignete Therapie statt, bleibt die Traumatisierung in den Nervenzellen gespeichert, der Körper schüttet Stresshormone aus und befindet sich in permanentem Alarmzustand. Das Nervensystem hat somit nicht verstanden, dass die Gefahrensituation vorbei ist und verbleibt in diesem Zustand der fehlenden Sicherheit. In der Traumatherapie wie ich sie anwende, geht es in einem ersten Schritt um Stabilisierung und Stärkung der Ressourcen. Erst wenn eine Basis geschaffen wurde, findet eine Annäherung an die Traumatisierung statt. Dazu wird mit Techniken der Assoziation und Dissoziation gearbeitet. Ziel der Traumatherapie ist, dem Nervensystem Sicherheit zu vermitteln und die Erkenntnis, dass die Situation vorbei ist und überlebt wurde. Sie erhalten somit wieder die Kontrolle über ihre Emotionen und können Schritt um Schritt an Distanz gewinnen.
Anzeichen eines Traumas:
- Unruhe, Nervosität
- Schlafstörungen, Albträume
- Konzentrationsstörung
- Gedankenkarussell
- unklare, körperliche Symptome
- Kontrollbedürfnis
- Ängste, Panikattacken, Zwänge
- Wut, Agression, Gewalt,
- Depression, Trauer
- Erschöpfung
- Einsamkeit
- Schamgefühl
- Nähe/ Distanz Regulation erschwert
- veränderte Sexualität
- Schuldgefühle
- Flashbacks
- Suchterkrankungen
- sozialer Rückzug
- Suizidgedanken uva.
Ich arbeite in der Traumatherapie mit einer Kombination aus Körperarbeit- Polyvagaltheorie, Hypnose, dem Malen und Gestalten sowie der Aufstellungsarbeit. Besonders effektiv ist hier die Yagercode- Therapie.
Polyvagaltheorie
Diese Methode bietet die Möglichkeit, mit Körperübungen auf das Nervensystem einwirken zu können. Anders als bisher angenommen, reguliert nicht unsere Psyche unser Innenleben sondern unser Nervensystem. Mit den verschiedenen Methoden der Polyvagaltheorie, kann Ihnen das Gefühl von Sicherheit über den Körper vermittelt werden. Somit kann eine Beruhigung des Nervensystems erzielt und Stress reduziert werden. Dies ermöglicht wiederum weitere Therapieansätze im Rahmen der psychotherapeutischen Arbeit.